„Wir haben versagt“ – dänische Zeitung entschuldigt sich für ihre Corona-Berichterstattung

Während Deutschlands Medienmacher sich keiner Schuld bewusst sind und die Korrektheit ihrer Corona-Berichterstattung selbstbeweihräuchernd in stets den gleichen Mantren verteidigen, ist man bei unserem nördlichen Nachbarn auch in diesem Punkt ein wenig weiter. Nun entschuldigte sich Dänemarks auflagenstärkstes Boulevardblatt sogar für seine Fehler. Man habe versagt, so das bittere Resümee des Ekstra Bladet-Journalisten Brian Weichardt. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer Schritt für eine Branche. Weichardts deutsche Kollegen könnten sich daran ruhig einmal ein Beispiel nehmen. Von Jens Berger.

Die Corona-Pandemie ist nicht nur ein epidemiologischen, sondern auch und vor allem ein massenpsychologisches Phänomen. Wie kommt es, dass ganze Völker kollektiv in eine Angstpsychose verfallen und pro forma demokratische Regierungen mit Unterstützung der Mehrheit das liberale Fundament ihrer Verfassungen aushöhlen? Die Antwort ist denkbar einfach: Nur das Meinungsmonopol der Medien hat die Macht, Menschen derart zu beeinflussen. Und gerade beim Thema Corona war und ist der transportierte Alarmismus kaum zu toppen oder – wie es der dänische Kollege ausdrückt – die Angst vor einem Monster unter dem Bett zu maximieren.

Lesen Sie nun, was Brian Weichardt für das Ekstra Bladet geschrieben hat. Der Text ist mangels echter Dänisch-Kenntnisse mithilfe einer Software übersetzt. Nageln Sie uns also bitte nicht auf jede Formulierung fest.

Wir haben versagt
von Brian Weichardt

Seit fast zwei Jahren sind wir – die Presse und die Öffentlichkeit – wie hypnotisiert von der täglichen Corona-Erzählung der Behörden.

Wir haben das Auf und Ab bei den Infiziertenzahlen, den Krankenhausaufenthalten und den Todesfällen miterlebt. Und wir haben uns die Bedeutung der kleinsten Bewegungen dieser Zahlen von Experten, Politikern und Behörden erklären lassen, die uns immer wieder vor dem schlummernden Corona-Monster unter unseren Betten gewarnt haben. Ein Monster, das nur darauf wartet, dass wir einschlafen, damit es in der Dunkelheit der Nacht zuschlagen kann.

Die ständige Beschäftigung mit dem Thema hat uns allen zugesetzt. Wir – die Presse – müssen also auch eine Bilanz unserer eigenen Bemühungen ziehen. Und wir haben versagt.

Wir haben nicht aufgepasst, als die Behörden Antworten schuldig blieben, was es eigentlich heißt, wenn Menschen nicht wegen sondern mit Corona ins Krankenhaus eingewiesen werden. Doch das macht einen Unterschied macht. Einen großen Unterschied. Um genau zu sein, wurde festgestellt, dass die offiziellen Einweisungszahlen um 27 % höher liegen als die tatsächliche Zahl der Menschen, die nur wegen einer Corona im Krankenhaus sind. Das wissen wir erst jetzt.

Es ist natürlich in erster Linie Aufgabe der Behörden, die Öffentlichkeit korrekt, genau und ehrlich zu informieren. Die Zahlen darüber, wie viele Menschen an Corona erkrankt sind und sterben, hätten aus offensichtlichen Gründen schon vor langer Zeit veröffentlicht werden müssen, damit wir uns ein möglichst klares Bild von dem Monster unter dem Bett machen können.

Insgesamt lassen die Botschaften der Behörden und Politiker an die Öffentlichkeit in dieser historischen Krise viel zu wünschen übrig. Und so lügen sie, wie sie es getan haben, wenn Teile der Bevölkerung das Vertrauen in sie verlieren.

Ein anderes Beispiel: Impfstoffe werden immer wieder als unsere “Superwaffe” bezeichnet. Und unsere Krankenhäuser werden als “Superkrankenhäuser” bezeichnet. Dennoch stehen diese Superkrankenhäuser offenbar unter maximalem Druck, obwohl fast die gesamte Bevölkerung mit einer Superwaffe bewaffnet ist. Selbst Kinder werden in großem Umfang geimpft, was in unseren Nachbarländern nicht der Fall ist.

Mit anderen Worten: Hier gibt es etwas, das die Bezeichnung “super” nicht verdient. Ob es an den Impfstoffen, an den Krankenhäusern oder an einer Mischung aus beidem liegt, lässt sich nur vermuten. Aber die Art und Weise, wie die Machthaber mit der Öffentlichkeit kommunizieren, verdient ganz sicher nicht das Prädikat “super”. Ganz im Gegenteil.

Titelbild: ricochet64/shutterstock.com

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