Police Beer Garden Use Security  - planet_fox / Pixabay

Über 100.000€ Corona-Bußgelder von Cottbusern – in einem Jahr

Während aller Einzelhandel, körpernahe Dienstleister, Freizeitanbieter, Gastronomen und viele mehr unter den repressiven Regierungsmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Partikels leiden, macht sich die Stadtverwaltung von Cottbus das Säckel voll: 107.015€ wurden für die Missachtung der sich im letzten Jahr mehrfach ändernden Corona-Verordnungen von den Cottbusern eingesammelt.

Das ist bei 725 festgestellten Ordnungswidrigkeiten ein stolzes Sümmchen von ungefähr 150€ pro Anzeige. Aber die Bilanz der Stadt gibt noch tieferen Einblick, denn für 150€ hat die jeweilige Person entweder an Orten mit Maskenzwang diese nicht oder nicht richtig getragen. Betroffen von derarten Bußgeldern waren 335 Personen. Sich nicht an die Kontaktverbote gehalten haben sich 340. Das bedeutet, diese Menschen standen mit mindestens einer anderen Person zu dicht, die nicht dem eigenen Haushalt angehört.

Die übrigen 50 Verfahren handeln von kopierten oder gefälschten Attesten, dem trinken eines alkoholischen Getränkes im öffentlichen Raum und ähnlichen Sachverhalten.

Im Bericht heißt es abschließend, man bemerkte seit dem Ende 2020 eine zunehmende Unzufriedenheit, Aggressivität und Gleichgültigkeit gegenüber den städtischen Mitarbeitern. Was aus menschlicher Perspektive verständlich erscheint, wenn man allein oder zu zweit von einer Überanzahl meist schwarz gekleideter, ernst dreinschauender Menschen in Uniform angesprochen wird und recht schnell das Damoklesschwert der Geldstrafe erhoben wird.

Aus Kreisen der Polizei heißt es dazu, man fühle sich im Dilemma: einerseits sei da der Druck durch den Dienstherren, die Aufträge zu erfüllen, andererseits will man nicht Menschen an dem hindern, wofür man sich unter der Leistung seines Diensteides auf Grundgesetz und Demokratie verpflichtet habe.

Denunziantentum

Besonders in der Stadt Cottbus ist die Geschichte zum greifen spürbar: während es zu DDR Zeiten im Bezirk Cottbus rund 12.000 s.g. Inoffizielle Mitarbeiter der Staatssicherheit gab, die alle Auffälligkeiten dem Staatsapparat gemeldet haben, so scheint dieser Charakterzug nie ganz verschwinden zu sein. Denn das Protokoll der Stadt spricht weiter von über 6000 Hinweisen per Mail und Telefon, die bei der Stadt eingingen. Das harmlose Wort “Hinweis” meint das melden der eigenen Mitmenschen, wenn sich diese nicht an die staatlich auferlegten Zwänge halten. Es entsteht der Eindruck, nicht alle haben aus unserer Geschichte für sich selbst mahnende Schlüsse ziehen können.

Den ganzen Bericht finden Sie unter cottbus.de

Hauptbild:planet_fox / Pixabay
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