Hauptbahnhof Cottbus Seilbahnstation neue Perspektive

Mit der Seilbahn über Cottbus

Drei Cottbuser haben die Idee, den Hauptbahnhof mit dem neuen Stadtbereich am zukünftigen Ostsee mit einer Seilbahn zu verbinden. Marcel Linge, Jens Taschenberger und Tobias Schick haben die Idee entwickelt und dazu bereits eine eigene Website hergerichtet um ihre Idee zu präsentieren.

Generell bin ich ein technikbegeisterter Mensch und freue mich, wenn in unserem Cottbus sich Menschen mit neuen Ideen bewerben. Auch die Idee mit der Seilbahn fand ich direkt entzückend und habe mich dazu schlau gemacht. Seilbahnen sind keine neuen Infrastrukturprojekte, bereits auf dem ganzen Globus gibt es sie. Neu ist aber die Herangehensweise, sie in Städten einzusetzen, die aufgrund ihrer Geographie und hohen Bebauungsdichte neue Beförderungswege erschließen müssen.
So zum Beispiel baut gerade ein Team unter der Leitung österreichischer Ingenieure in den bolivianischen Städten La Paz und El Alto das größte Seilbahnnetz der Welt weiter aus. Die Stadt ist extrem Dicht besiedelt, so dass man keinen Platz für Busse oder Bahnen hätte. Durch das steile Gelände auf dem die Städte errichtet wurden, ist auch eine U-Bahn nicht möglich. Man entschied sich daher für Seilbahnen um die unterschiedlichen Stadtteile über die Dächer der Stadt miteinander zu verbinden.

Seilbahnen in anderen Städten

In französischen Brest hat man ebenfalls eine Seilbahn gebaut um hier den Fluss Penfeld zu überqueren. Ziel war es, insbesondere einen Neubau aus Wohnungen und Kultureinrichtungen mit dem bestehenden Umfeld auf der anderen Flussseite zu verbinden. Eine Brücke kam bei der Planung aus Kostengründen nicht in Frage, da die querenden Schiffe sehr hoch sind und die Brücke daher ein komplizierter und folglich kostspieliger Bau gewesen wäre. Für die überbrückten 420 Meter sind Kosten von beinah 20 Millionen Euro entstanden.

Auch in Köln wurde eine Seilbahn für die damalige Bundesgartenschau von 1957 errichtet. Sie kostete damals 1,1 Mio. DM, nach heutiger Rechnung wären das Inflations-und Wechselkursbereinigt ungefähr 2,6 Mio.€. Die Bahn war beinahe ein Kilometer lang. Sie transportiert bis heute Fahrgäste und trotz 2 technischen Zwischenfällen kann man Seilbahnen als die wohl sicherste Transportform bezeichnen.

Einziger Unterschied zu den bisher errichteten Seilbahnen zu der, die den Cottbusern vorschwebt ist, dass die bereits gebauten entweder einen tieferliegenden Fluss (Brest und Koblenz), eine Wald- und Wiesenlandschaft wie in Berlin oder ein natürliches Tal wie in La Paz und El Alto überqueren. Das bedeutet für das Cottbuser vorhaben, dass man die Seilbahnen recht hoch abspannen müsste, da wir keine natürlichen Höhenunterschiede haben. Alles in allem aber eine kreative Idee, auf deren gesellschaftliches Echo ich sehr gespannt bin!

Architektur am Ankerpunkt der Seilbahn

Weiter noch planen die Cottbuser den Ankerpunkt der Seilbahn – die auf der nördlichen Hauptbahnhofsseite liegende Lagerhalle – baulich aufzuwerten. So ist eine Keimzelle für Kunst, Kultur, neue Ideen und Technologien geplant. Der Entwurf hierzu stammt von der jungen Cottbuser Architektin Zohreh Khedrigharibrand.

Hauptbild:”Das Schiff” – Zukunftsperspektive Seilbahnstation
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