Missbrauchter Idealismus

Sie arbeiten zu viel, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Auch an Feiertagen. Planungssicherheit kennen sie kaum, denn wenn Kollegen ausfallen — und sie fallen oft aus —, rücken sie nach. Der Stress ist hoch. Ansprechpartner für alle und jeden sind sie ohnehin. Sie arbeiten eigentlich immer in Unterbesetzung. Und bezahlt werden sie in manchen Bereichen, in denen sie eingesetzt werden, wirklich äußerst schlecht. Man muss nicht lange raten, um wen es geht: um die Pflegekräfte. Wir sind uns als Gesellschaft natürlich einig, dass man diese Frauen und Männer besser behandeln müsste. Daher ja auch der Applaus zu Anfang der Pandemie. Etwaige Pflegeboni, die es in den letzten beiden Jahren gab, gönnt man ihnen natürlich auch. Denn Pflegekräfte sind in jeder Beziehung Opfer der Umstände. Ausgebeutet und ausgelutscht. Klar, dass man sich da solidarisch zeigt. Aber hat den Betroffenen die offensichtliche Wichtigkeit ihres Berufsstand bisher irgendetwas gebracht? Eher im Gegenteil: Arbeitgeber unterdrücken jede Regung der Selbstbehauptung mit dem Argument, jemand müsse schließlich die Patienten versorgen und nur ein Unmensch könne diese im Stich lassen.

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