Leserbriefe zu „„Spiegel“ und andere Medien: SPD unter „Friedens-Verdacht““

In diesem Beitrag weist Tobias Riegel darauf hin, dass transatlantische Redakteure in dem Teil der SPD, der sich noch einer Verständigung mit Russland verpflichtet fühle, ein „Problem“ sehen würden. Der Leiter des „Spiegel“-Auslandsressorts, Mathieu von Rohr, versuche „einerseits, die transatlantischen Lobbyisten bei den Grünen zu stärken, und andererseits, einen außenpolitischen Keil in die Koalition zu treiben sowie einen ´Schuldigen´ festzulegen, der keine ´realistische Haltung´ zu Russland habe“. Nikolaus Blome habe im „Spiegel“ das Bemühen von manchen Sozialdemokraten, außenpolitisch wenigstens das Schlimmste zu verhindern, gar als „Sabotage“ eingeordnet. Abschließend wird hinterfragt, ob nicht vielmehr durch das „Schüren von Konfrontationen, die Gefährdung des Friedens (und der Energieversorgung) und die Diffamierung der außenpolitischen Vernunft“ zentrale Interessen der deutschen Bürger sabotiert würden. Danke für die interessanten Leserbriefe. Hier eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.

1. Leserbrief

Hallo,
 
ein Blick auf den “selbst gleichgeschalteten” Medienmainstream offenbart eine eigentümliche Mischung aus Neoliberalen, woken Zeitgeistlinken, Russenhassern und Transatlantikern. Dabei scheinen Leute, die mindestens 3 dieser “Qualitätskriterien” aufweisen, paradoxerweise nicht selten vorzukommen.
 
Betrachtet man die politischen “größeren” Parteien, erhällt man ein ähnlich desolates Bild wie bei den “Qualitätsmedien”. Auch hier fällt es einem immer schwerer etwas wählbares zu finden. Die “identitätspolitische Linke” kann man bestenfalls noch als nützliche Idioten des Kapitals bezeichnen, und es ist zu beobachten und befürchten, das auch zumindest Teile der Linken auf einem “transatlantischen Kurs” umschwenken.
 
Gut das sie den Spiegel in dem Artikel genauer anschauen. Gerade der Spiegel steht exemplarisch für den Niedergang der “liberalen deutschen Presse”. Einst als “Sturmgeschütz der Demokratie” bezeichnet, begann der Abstieg des Blattes meines Erachtens mit der Deutschen Einheit (noch unter Rudolf Augstein) bis hin zu der entgültigen neoliberalen Wende in Deutschland unter Schröder. Seit dem kann man den Spiegel als “Sturmgeschütz des Neoliberalismus” ansehen. Geht es um die Berichterstattung über Rußland und Osteuropa stellt sich der Spiegel wie das letzte “Sturmgeschütz der Wehrmacht” dar.
 
Viele Grüße
P. Schneider

2. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,
 
was Sie da schreiben, ist leider ein beschämendes Beispiel für das, was unsere ach so tollen großen Medien von sich geben. Nicht nur der „Spiegel“ macht diese Hetze gegen Russland mit. Auch unsere ÖR Medien sind stark bei der antirussischen „Berichterstattung“ mit dabei.

Gestern am 17.01.2022 habe ich mir das sogenannte Interview eines Herrn Zamperoni mit Herrn Platzek angeschaut.

Mehr journalistisches Unvermögen geht nicht. Ich wollte eigentlich nur mal hören, was Herr Platzek zu sagen hat.

Er hat mich ein wenig enttäuscht. Er hätte klar sagen müssen, dass Russland nicht vor hat in die Ukraine einzufallen.

Das ist aber ein anderes Thema.
 
Unsere ÖR Medien sind einfach nur noch zum Abschalten. Aber manchmal muss man sich halt so einen Schwachsinn anschauen. Es ist aber leider kein Schwachsinn. Es ist eine gezielte und bewusste Kampagne, welche hier veranstaltet wird, um uns auf einen NATO-Krieg gegen Russland medial vorzubereiten.
 
Die Bevölkerung wird derweil mit Corona-Berichten zugemüllt.
 
Schicken Sie doch Ihren Beitrag mal an den „Spiegel“.

Von unserem Leser U.K.

3. Leserbrief

Sehr geehrte NDS-Redaktion,
 
in Ihrem Artikel „Spiegel und andere Medien: SPD unter Friedens-Verdacht“ von Tobias Riegel wird Herr Mathieu von Rohr zitiert (Auszug):

„…Weite Teile der Partei (SPD) …. sind im Umgang mit Moskau in einer Nostalgie gefangen, die man eigentlich eher von der Linkspartei kennt. Dort (Linkspartei) ist die Verherrlichung autoritärer Regime an der Tagesordnung: USA böse, Russland gar nicht so schlimm.“

Letzteres so zu behaupten kann meines Erachtens nur aus einem ideologisch sehr einfach gestrickten Feindbild herrühren.

Oder die Absicht verfolgen selbiges anzusprechen.

Ersteres wäre dumm, zweiteres perfide.
 
Wie auch immer, beides ist aus dem Bauch heraus ventilierte heiße Luft. Herr Mathieu von Rohr macht damit seinem Namen alle Ehre. *Zwinkersmiley
 
MfG, R. Hanke

4. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Riegel,

Danke, dass Sie nicht müde werden, über diese Scharfmacher in den Mainstreammedien berichten, liebe Nachdenkseiten! Hoffen wir, dass es diesen transatlantischen Schmierfinken nicht noch gelingt, einen 3. Weltkrieg herbeizuschreiben … Denn wenn das Realität werden sollte, dann gnade uns Gott!

Sollten wir aber wider Erwarten mit einem blauen Auge davonkommen, bin ich dafür, neben der Leugnung des Holocausts auch öffentliche Kriegshetze unter Strafe zu stellen. Ich meine, Anstiftung zu Gewalt und kriegerischen Problemlösungen sind ein klares Verbrechen gegen die Menschlichkeit und überdies kulturfeindlich. Denn wie viele unwiederbringliche Kulturdenkmäler und Ateliers sind nicht schon bei Kriegen zerstört worden? Von den Kinderrechten – war da nicht mal was? – ganz zu schweigen!

Es gibt einfach keine Alternative zum Frieden und zu Verhandlungen! Dass man das unseren rot-grün-gelben Politikern überhaupt zurufen möchte, ist schon schlimm genug.

Rainer Baumgärtel

5. Leserbrief

Liebe Nachdenkseiten Redaktion!

Die Wahrheit sieht leider deutlich dramatischer aus.
Insbesondere beim Spiegel, das ist für mich die reine Kriegshetze.

Ich bin fassungslos.

In anderen MSM Medien sieht es nicht viel besser aus.

Kleine Auswahl von Headlines der letzten Tage:

Mehr Kalten Krieg wagen!
Hälfte der Deutschen hält Putin für gefährlich
»Wenn die Ukraine scheitert, scheitert Europa«
FDP drängt Baerbock zu Härte gegenüber Russland
US-Regierung: Russland will Vorwand für Einmarsch in der Ukraine schaffen
Roth sieht Nord Stream 2 als Druckmittel gegen Russland
Putin als Gegner behandeln – nicht als Partner
»Wir sind auf jede Eventualität vorbereitet«
Nato-Insider fürchten russischen Angriff an mehreren Fronten
Ukrainischer Botschafter fordert Waffenlieferungen von Deutschland
Russlands Höllen
So abhängig ist Deutschland vom russischen Gas
Putin wittert eine Chance
Champagner gilt in Russland jetzt nur noch als einfacher Schaumwein

Schönen Gruß!
Alexander Langenhagen

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