Leserbriefe zu „Corona wird bleiben und wir müssen endlich die Hysterie überwinden“

In diesem Beitrag stellt Jens Berger die These auf, dass der aktuelle Corona-Zustand die Folge eines „komplett fehlgeleiteten Pandemiemanagements“ sei. Fehler wie z.B. das Erzielen einer Herdenimmunität oder gar eine Zero-Covid-Strategie müssten eingestanden werden. Ziel müsse vielmehr eine Herdenimmunisierung sein – Länder wie Großbritannien und Schweden seien „schlauer vorgegangen“ (Stöhr). Hysterie und Alarmismus hierzulande würden einen „rationalen Ausweg“ verbauen. Das Versagen der Verantwortlichen könne dazu führen, „dass die Corona-Maßnahmen zu einem Dauerzustand werden“. Wir danken für die interessanten Leserbriefe. Hier eine Auswahl, in der auch ergänzende Erkenntnisse und Informationen enthalten sind. Zusammengestellt von Christian Reimann.

1. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

vielen Dank für Ihren auch dieses Mal fachkundigen und unaufgeregten Beitrag zum Corona-Thema!

Auch wenn ich nicht in allen Punkten übereinstimme, zolle ich Ihnen höchsten Respekt, dass Sie weiterhin Ihre Stimme erheben und trotz vermutlich vielfacher Anfeindungen Ihrer kritischen Linie treu bleiben. Dafür meinen herzlichen Dank!

Argumente werden nach meinem Eindruck zwischen den beiden “Lagern” nicht wirklich ausgetauscht. D.h. einen rational begründeten Weg zurück bzw. zu dem von Ihnen geschilderten möglichen Umgang sehe ich nicht. Auch denke ich, dass es den Verantwortlichen sehr wohl bewusst ist, was sie mit ihrer Sündenbock-Strategie treiben und anrichten. (Von den vielen willfährigen und dummen Mitläufern und Verstärkern (nützliche Idioten – nach Lenin), die Ihre Meinungen als Faktenwissen ausplaudern, möchte ich hier nicht sprechen.) Die an höchster Stelle sitzenden Verantwortlichen verfügen mit Sicherheit über ausreichend Intelligenz, verbunden mit dem Zugang zu umfangreicher und aufbereiteter Information, dass ihnen die Lage umfänglich bewusst ist. Was sie hindert einen Kurswechsel bzw. konstruktiven und diskriminierungsfreien Umgang mit Corona zu ermöglichen, ist schlicht ihre Sorge, für das was sie angerichtet haben, gesellschaftlich und gerichtlich zur Verantwortung gezogen zu werden. Wie eine kriminelle Bande wird auch dieses “Corona-Kartell” von der gemeinsamen Sorge erwischt zu werden zusammengehalten.

Statt mit Argumenten könnte man es daher mal zur Abwechslung mit einer Kronzeugen-Amnestie oder ähnlichem probieren, um das “Corona-Kartell” zu knacken.

Besten Gruß
Jens Stieckenroth

2. Leserbrief

Guten Tag,

ich schätze Jens Bergers Artikel wegen ihrer Nüchtern- und Sachlichkeit sehr und ich kann ihnen meistens auch ganz grundsätzlich sehr weit zustimmen.

Mit diesem Artikel habe ich Probleme. Nicht, weil die einzelnen Aussagen nicht überlegt, begründet und sachlich sind. Ich habe einfach den Eindruck, dass dieser Artikel mit seiner Argumentation vollkommen ins Leere zeigt.

Genau in dem Moment, in dem auch die Menschen, die der Politik bisher blind vertraut haben, hätten erkennen konnten, dass die als entscheidend dargestellte Maßnahme – die Impfung – gelinde gesagt nicht die vorgesehene Wirkung hat, haben die entscheidenden Akteure der Meinungsbildung dafür gesorgt, dass eine entsprechende Reflektion und Überlegung in der meinungsbildenden Öffentlichkeit unterbleibt und vielmehr die Diskussion auf eine ‚Pandemie‘ und ‚Tyrannei‘ der Ungeimpften und entsprechende Impfzwänge verlagert wurde – also zu genau dem Gegenteil dessen, was bei nüchterner Betrachtung der Sachlage hätte voraussichtlich folgen müssen. Damit wird klar, dass die entscheidenden Akteure der Meinungsbildung keinesfalls die Impfung als Mittel sehen, eine vermeintliche ‚Pandemie‘ zu bekämpfen, sondern genau umgekehrt – die Pandemie wird in jeder Form dazu genutzt, eine vollkommene Durchimpfung der Bevölkerung durchzusetzen. Es ist mittlerweile anhand der bisherigen Diskussion mehr als offensichtlich, dass nur dies das Ziel ist und nichts anderes – was auch immer sich dahinter verbergen mag ….

Daher müssen die meinungsbildenden Akteure für Hysterie sorgen. Sonst würde ja niemand die offensichtliche Absurdität, dass wir im vergangenen Jahr bei 83 Mio. Ungeimpften den Inzidenzwert ‚100‘ hatten und heute bei 18 Mio. Ungeimpften den Inzidenzwert über 200 haben UND die immer geringere Zahl der Ungeimpften  dafür verantwortlich sein soll, übersehen. Werden die Ungeimpften immer ansteckender und gefährlicher, wenn sie weniger werden? Es gibt zudem eine weltweit empirisch bestätigte Korrelation zwischen hohen Impfquoten und hohen Inzidenzquoten. Eine nüchterne Betrachtung würde dies zum Thema machen und nicht ausblenden.

Wenn Herr Berger nun für weniger Hysterie argumentiert – was natürlich für sich betrachtet, vollkommen richtig ist – so geht das an der kommunikativen Sachlage in der Öffentlichkeit doch komplett vorbei. An Sachlichkeit ist ja offenbar niemand interessiert, wenn es um die Erzwingung von Impfungen geht.

Es geht also nicht um Aufklärung der Regierenden, wie Jens Berger unterstellt. Sondern eher darum, von ‚unserer‘ Seite das Missverständnis über die Absichten und Intentionen der Regierenden aufzuheben und zu überlegen, was daraus für uns folgt.
 
Mit vielen Grüßen
R. Seidel

3. Leserbrief

Sie schreiben:
„Fest steht jedoch, dass Hysterie und Alarmismus einen rationalen Ausweg aus dem Dilemma verbauen. Und last but not least: Die derzeit geführte hysterische Debatte um den Impfstatus der Menschen ist das genaue Gegenteil einer rationalen Herangehensweise“
 
Und da fragt man sich, was der Grund für dieses irrationale Vorgehen ist, bzw. ob es – aus Sicht der handelnden Akteure in Politik und Medien – wirklich so irrational ist.
Ist es nicht eher so, dass man mit der ganzen Aufregung um sog. Ungeimpfte genau eins NICHT erreichen will: dass sich tatsächlich alle impfen lassen? Will man nicht eher eine gewisse Menge an Menschen genau da haben und halten, nämlich als (angeblich) ungeimpfte, unsolidarische, egoistische, unvernünftige Schädlinge, die einzig und allein Schuld an der ganzen jetzigen Misere sind, ohne die wir längst raus wären aus dem Dilemma, die Schuld sind, dass weiter Menschen infiziert werden (und nicht, wie Sie richtig ausführen, die falsche Pandemiepolitik), dass weiter Menschen sterben (und nicht, weil Krankenhauskapazitäten abgebaut wurden)?
Will man wirklich, dass sich diese alle impfen lassen oder ist man nicht eher froh über den Sündenbock, den man für alles verantwortlich machen kann?!
 
Und nebenbei: es ist allenthalben von der Pandemie der Ungeimpften die Rede, weil deren Inzidenz (=Anzahl positiver TESTS) weit höher liegt als die der Geimpften. Nun werden aber Geimpfte kaum bis gar nicht mehr getestet, folglich ist deren Inzidenz logischerweise viel niedriger, aber nur, weil nicht genau hingeschaut wird!
 
T. Karsten

4. Leserbrief

Lieber Jens Berger,
 
vielen Dank für Ihren aufklärenden Bericht.
 
Die Aussagen von Professor Stöhr werden gestützt von zahlreichen renommierten Epidemiologen:

Eine Epidemie eines respiratorischen Virus endet mit einer Herdenimmunität bzw. einer Grundimmunität der Bevölkerung.
Die Impfung kann den Zeitraum bis zur Grundimmunisierung der Bevölkerung verkürzen.

 
Die Lockdown-Maßnahmen und die nicht-medizinischen Maßnahmen (Abstand, Maske etc.) haben zwei nachteilige Effekte:

Der Zeitraum für eine natürliche Grundimmunisierung der Nicht-Risikogruppen und der Risikogruppen wird verlängert.
Es haben sich Virusmutationen gebildet, die durch das natürliche Immunsystem (und die Impfstoffe) nicht mehr so gut abgefangen werden können.

Daher ist die viel kritisierte  Barrington-Erklärung (vgl. gbdeclaration.org/die-great-barrington-declaration/) ein wichtiger Diskussionsbeitrag:

Die ungefährdeten Gruppen auf natürliche Weise möglichst schnell immunisieren und dort Grundimmunität erreichen.
Die Risikogruppen schützen (z. B. durch Impfung und nichtmedizinische Maßnahmen) und stärken (z. B. durch soziale Kontakte, Vitamin D, Bewegung)

Leider ist dieses Grundwissen der Epidemiologie noch nicht zu den Entscheidern vorgedrungen. Eine gute Erklärung zu dem oben Gesagten liefern die Ausführungen von Prof. Dr. med. Knut Wittkowski (20 Jahre Leiter der Abteilung Epidemiologie, Biostatistik, Forschungsdesign an der Rockefeller Universität in New York, Unterzeichner der Barrington-Erklärung) unter den Links odysee.com/@Weckruf:b/VStGB%C2%A77—Kopie:9 oder odysee.com/@wissenschaftstehtauf:8/Wittkowski_Bauchbinden_final_gek%C3%BCrzt_fixedBB:4.
 
Herzliche Grüße, Jörn Meyer

5. Leserbrief

Die Angst vor Corona ist

inzwischen zu groß
die falschen Versprechen der Politiker (der Impstoff ist das Ende der Pandemie) haben das Vertrauen endgültig zerstört dazu kommt die sichtbare politische und allgemeine Hysterie

so daß das Leben im Ausnahmezustand noch sehr lange (d.h. etliche Jahre) unvermeidlich sein wird!

Deutschland ist auch nicht bereit noch weitere Coronaopfer mehr zu akzeptieren!!!!

Uwe Schwinn

6. Leserbrief

Liebes Team der Nachdenkseiten,
lieber Herr Berger,

ich bin nicht gegen Corona geimpft. Ich bin also weder nicht geimpft noch bin ich ungeimpft, sondern ich bin lediglich nicht gegen Corona geimpft. Gerne werde ich jedoch als ungeimpft bezeichnet, was meiner Meinung nach kein Zufall ist, sondern im Unterbewusstsein meiner Mitmenschen eine Abscheu und einen Ekel auslösen soll, sodass sie automatisch auf Distanz gehen, weil ich damit in die Schublade Ungeziefer, Unmensch, Ungeheuer, Unkraut, ungepflegt, untreu, unbelehrbar gehöre.

Eines ist klar, es geht nicht um Wissenschaft, sonst würde man sich den vielen hervoragenden Wissenschaftlern bedienen, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Also ist es auch keine Frage der Intelligenz, ob jemand sich eine eigene Meinung bildet oder selbst entscheidet, etwas zu tun oder nicht zu tun, sondern eine Frage von Charakter und Persönlichkeit.

Ich kann Ihrem Text nur zustimmen. Leider konnte ich bisher noch keine ernsthafte Bemühung oder Strategie erkennen, die Hysterie zu überwinden, geschweige denn zur Normalität zurückzukehren. Wer immernoch glaubt, es ginge um Menschenleben, der lebt wohl hinterm Mond. Die Gegenbeispiele erspare ich uns an dieser Stelle. Ebenso unsinnig ist die gängige Parole, wir sollten uns solidarisch verhalten, indem wir uns impfen lassen. Solidarität rufen diejenigen aus, die über Jahrzehnte den Sozialstaat abbauen und die Armen ärmer machen und die Reichen reicher. Diese Heuchelei ist unerträglich. Es gleicht einem modernen Ablasshandel, wobei ich mich mit der Impfung von allen Sünden freikaufe und mir moralische Unversehrtheit sichere.

In den ach so seriösen Medien können Menschen, die noch eine eigene Meinung haben, auf dem medialen Scheiterhaufen verbrannt werden – das ist heute gesellschaftsfähig solange brav gegendert wird. Ich war gerade dabei, unserem Sohn schwimmen beizubringen. Aber leider gilt in NRW ab Montag 2G im Freizeitbereich, somit werden wir das Vorhaben wohl auf unbestimmte Zeit verschieben müssen. In einem älteren Text von Ihnen habe ich gelesen, dass Tod durch Ertrinken in der Altergruppe wohl eine nicht zu unterschätzende Todesursache ist…soviel zum Thema Menschenleben.

“Wenn du fühlst, dass es sich lohnt, Mensch zu bleiben, auch wenn damit absolut nichts zu erreichen ist, dann hast du sie besiegt.” ( aus George Orwell, “1984”)

Vielen Dank für Ihre unschätzbar wertvolle Arbeit!
Christoph Nietfeld

7. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger:

Danke für Ihren interessanten Artikel. Die Frage, ob Corona “endemisch” werden könnte, wird auch in diesem Artikel diskutiert:

scilogs.spektrum.de/fischblog/covid-19-endemisch-wellen/

Nun kann man dieser Seite sicherlich nicht vorwerfen, zu den “Corona-Leugnern” zu gehören, wenn auch Lars Fischer in seinen Artikeln sich in der Tendenz etwa von Lars Jaeger unterscheidet. Es ist also nicht ausgeschlossen, daß Corona mit der Zeit sich zu den Erkältungen “hinzugesellt”. Von den bekannten Pandemien wie der Hongkong-Grippe hört man ja auch nichts mehr. Und noch eine Anmerkung zum Thema Impfen:

Es stellt sich ja inzwischen heraus, daß die Impfungen mit der Zeit im Schutz des Geimpften vor allem für die reine Infektion nachlässt. Dazu kommt noch, daß wir mit neuen Mutationen Viren haben, gegen der Geimpfte nicht besonders immiun ist, weil der Impfstoff ja eher gegen die “alte Variante” schützt. Eine Auffrischung (Boostern) wirkt im Falle, daß der Impfstoff auf die “alte Variante” abgestimmt ist , auch nicht optimal. Wenn die “neue Variante” noch infektiöser ist, dann kann man sich ausrechnen, daß auch bei einer Impfquote von 100% sich ein exponentieller Verlauf der Infektionen zu erwarten ist.

Gruß
R. K.

Anmerkung Jens Berger: Sehr geehrter Herr K.,

nicht nur bei der Grippe; vielleicht sollte man sich auch mal fragen, wie denn die anderen „normalen“ Corona-Viren in die Welt gekommen sind. Sicher auch durch Zoonosen, anfangs als sehr gefährliche Krankheiten, die sich dann im Laufe der Generationen auf den Mensch angepasst haben und umgekehrt hat sich unser Immunsystem auf diese Viren eingestellt. Mir fehlt ehrlich gesagt die Phantasie, mir vorzustellen, dass bei Sars-Cov-2 nun anders sein sollte.

Beste Grüße
Jens Berger

8. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Confirmed New Cases oder Fälle oder Positiv Getestete sind KEINE Infizierten. Die Zahl der Infizierten und Erkrankten kennen wir nicht da sie nicht erhoben werden, und mit dem PCR Test könnten sie auch nicht nachgewiesen werden. Ausserdem sind die aktuellen Zahlen der positiv Getesteten an mehreren Stellen einfach zu beeinflussen (mehr oder weniger Testen, nicht repräsentativ Testen, gezielt nach Ergebniswunsch testen, beliebige Cycluswerte benutzen …) und beruhen nicht auf einem gemeinsamen Standard, d.h. sie sind auch nicht untereinander mit anderen Ländern oder gar Bundesländern vergleichbar.

“Weltweit zeigen die statistischen Daten eins – Covid 19 ist bei der Erstinfektion eine Krankheit, die vor allem bei bestimmten Risikogruppen eine sehr gefährliche, ja tödliche, Krankheit sein kann.”

Dazu müsste man ja erstmal eine Corona-Infektion wirklich nachweisen, und zwar nicht mit einem PCR-Test; ganz zu schweigen davon das das Virus erstmal isoliert werden müsste um entsprechende Diagnosemassnahmen herzustellen (Stichwort Goldstandard). Soweit ich weis wurde das bisher noch nicht gemacht.

“Die Grundimmunisierung kann durch die Impfung erfolgen. Sie kann aber auch durch die Infektion erfolgen.“

Sicherlich richtig, nur wir haben noch keine Impfungen. Die verabreichten Genexperimente machen leider nicht immun, sind dementsprechend auch keine Impfungen. Und über die zahlreichen Nebenwirkungen wollen wir gar nicht erst anfangen zu reden.

“Betrachtet man die Pandemie mit ein wenig mehr Ratio und unter diesen Gesichtspunkten erkennt man auch, dass die momentan regional auftretenden höheren Belastungen der Krankenhäuser vermeidbar gewesen wären.“

Vollkommen richtig, man hätte mehr Respekt vor dem Krankenhauspersonal zeigen können und sollte sie auch entsprechend ihrem Arbeitsaufwand bezahlen (bezahlen, nicht beklatschen), und man hätte nicht die Bettenzahl zurückbauen dürfen. Vergesellschaftung der Krankenhäuser ist hierbei auch ein Thema um die Krankenhäuser aus dem Kostendruck zu nehmen.

“Fest steht jedoch, dass Hysterie und Alarmismus einen rationalen Ausweg aus dem Dilemma verbauen.“

Auch richtig, nur sollte sich der Skeptiker/Verschwörungstheoretiker auch fragen wem dieses Durcheinander nützt und ob es nicht etwa sogar gewollt ist.

Trotz aller Kritik finde ich es richtig das Sie versuchen einen erweiterten Blickwinkel einzunehmen, das ist dringend notwendig.

Mit freundlichen Grüßen
I. E. M.

9. Leserbrief

Zu den Logiklücken der Coronazeit gesellt sich eine weitere hinzu:
 
Warum ist (gefühlt) gar kein Unterschied zur vorigen Herbstwelle, wo es 100% Ungeimpfte gab, erkennbar?
Was sagt das über die Wirksamkeit der Impfung ???
Macht das keinen nachdenklich?
 
(ich meine damit nicht das wirkliche – sondern das in der Propaganda gezeichnete Bild – aber deren Logiklücke ist es ja auch)
 
Ich komm mir langsam vor wie im Frühjahr ‘45:
 
Nicht Hitlers großer Wahnsinn, so einen Krieg zu beginnen, war schuld – sondern ein paar kleine Deserteure sollten schuld sein, dass Deutschland nicht zu retten war.
Sie mussten an den Bäumen baumeln – als hätten sie am Kriegsausgang sonst noch was geändert.
 
So ähnlich kommt man sich bald als einer der wenigen Ungeimpften vor.
 
happy Untergang!
Martin

10. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger! 

Danke. Das war das Gescheiteste, das ich zum Thema Covid jemals gelesen habe. ?

Mit freundlichen Grüßen aus Österreich!
G. E.

11. Leserbrief

Hallo Herr Berger,

vielen Dank für Ihren Artikel „Corona wird bleiben….“
Sie versuchen immer noch mit sachlicher Argumentation und Zahlen Vernunft in die Debatte zu bringen und lassen dabei den eigentlichen Grund für die Ausrufung einer weltweiten Pandemie außer Acht.
Denn es geht nicht um Gesundheit. Nicht umsonst bezieht sich das neu geschaffene „Infektionsschutzgesetz“ auf Infektionskrankheiten aller Art und nicht nur auf Corona. Sie können es dort genau so nachlesen. Soll heißen, dass in Zukunft JEDE Infektionskrankheit dazu genutzt werden kann, Lockdowns, Impfungen oder andere disziplinierende Maßnahmen in Kraft zu setzen unter dem Vorwand, die Gesundheit und das Leben der Menschen schützen zu wollen.

Der Kapitalismus/Imperialismus und sein parasitäres Finanzsystem ist – wie schon einmal in der Geschichte – an seine Grenzen gelangt und sucht verzweifelt nach einem Ausweg, um zu überleben. Aber es ist ein Ausweg, der in die Sackgasse führen wird, weil sich die Katze dabei in den Schwanz beißt.

So sind wir in der Debatte mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo weder Fakten noch der gesunde Menschenverstand eine Rolle spielen. Es ist, als wollten wir mit den schizophrenen Insassen einer Psychiatrie über die Existenz eines immer noch lebenden Elvis diskutieren – es ist schlichtweg sinnlos. Wir drehen uns im Kreis und verlieren nach und nach die Orientierung, um noch klar sehen zu können, was der eigentliche Hintergrund der Geschehnisse weltweit ist.

Halten wir fest, dass folgende Punkte nach jetzigem Kenntnisstand aller Wissenschaftler und Ärzte unbestreitbar sind:

Corona ist eine Infektionskrankheit, nicht gefährlicher als die alljährliche Grippe.
Geimpfte wie Ungeimpfte können Corona-Viren weitergeben.
Und die Gesellschaft hat sich überdies seit jeher auf folgenden Konsens verständigt:
Jeder darf entscheiden, ob er z.B. rauchen oder übermäßig Alkohol trinken, Extremsport treiben oder sich gar ungesund ernähren will – die Gesellschaft kommt über das Solidaritätsprinzip für die daraus entstehenden Behandlungskosten auf.
Daraus folgt im Umkehrschluss unter Beachtung des Punktes 2:
Jeder hat das Recht zu entscheiden, ob er das Risiko einer eventuellen Corona-Erkrankung bzw. die Nebenwirkungen einer Impfung auf sich nimmt oder nicht. Denn er gefährdet mit seiner Entscheidung nur sich!

Hier sei an den Nürnberger Kodex – verabschiedet nach dem 2. Weltkrieg, um Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu unterbinden – erinnert, der aussagt, dass kein Mensch gegen seinen Willen einer ärztlichen Behandlung zustimmen muss. Egal ob sie sein Leben retten würde, oder nur vorbeugend wäre.

Sollte es bei dem ganzen Corona Hype allerdings und so ganz nebenbei um die Steigerung der Gewinnmargen des Gesundheitssystems bzw. der Pharmaindustrie gehen, die zumeist in privaten Händen liegen, dann sieht die Sache natürlich völlig anders aus. Da würde man wohl langsam versuchen wollen dazu überzugehen, dass jedes Mitglied dieser Gesellschaft für seine Gesundheitsschäden, die aus seinem vermeintlich „falschen“ Verhalten abgeleitet werden, selbst aufkommen muss.

Das könnte dann beispielsweise so aussehen:

Herzinfarkt, weil zu viel im Job gearbeitet – selbst Schuld
Mit dem Fahrrad auf holpriger Straße gefahren und gefallen – selbst Schuld
Zu viel gegessen und nun Übergewicht – selbst schuld, egal was die Esssucht ausgelöst hat
Von der Leiter gefallen, weil der Schuh zu locker saß – selbst Schuld
Von Schicksalsschlägen getroffen und alkoholsüchtig geworden – selbst Schuld (der hat im Leben irgendwas falsch gemacht)
4 Kinder allein großgezogen, Job nebenbei und nun ausgebrannt – selbst Schuld (auch hier hat derjenige ganz sicher selbst etwas falsch gemacht)

Will sagen, es ließe sich bestimmt leicht nachweisen, dass fast jeder für seine Erkrankung allein schuld wäre und deshalb für die Kosten einer Behandlung auch selbst aufkommen muss.

Wenn mir ein Gegenüber in allen oben genannten 4 Punkten jedoch zustimmen kann, erübrigt sich jede weitere Diskussion über Masken, Impfungen, Lockdowns oder die geplante Diskriminierung Ungeimpfter.
Es sei denn, er wäre damit einverstanden, das Solidaritätsprinzip in der Krankenversorgung abzuschaffen – dann sollte diese Diskussion aber auch unter genau dieser Prämisse gesellschaftsweit und ehrlich geführt werden.

Freundliche Grüße
M. R.

12. Leserbrief

Ein medizinischer Ausweg aus der Corona-Pandemie ist bekannt; die von Jens Berger beschriebene, politisch sehr gezielt eingesetzte Hysterie, wird jedoch, so ist zu befürchten, abgekoppelt von den infektiologischen Realitäten ihr Eigenleben weiterführen.

Bis gestern glaubte ich, dass die inszeniert wirkende aktuelle Lockdown-Panik darauf abzielt, der neuen Ampel-Koalition einen politischen Scherbenhaufen zu hinterlassen. Ein letztes Nachtreten des auf gesellschaftliche Spaltung und Desinformation versessenen merkelschen Corona-Regimes.

Nach der Lektüre eines fulminanten Beitrags auf Swiss Policy Research (SWPS) vom 14. November 2021 „Deutschland vor der „großen Welle“?“ habe ich meine Meinung jedoch deutlich revidiert. Es sieht ganz so aus, als wäre das SARS-CoV2-Virus in Deutschland bislang weniger verbreitet, als angenommen. Die Autoren sprechen von einer Quote von weniger als 5% in 2020. Das ändert sich im Moment, trotz hoher Impfquoten, permanenter Kontakteinschränkungen und geltender Abstandsregeln. Im Herbst soll die Seroprävalenz nun alarmierende Werte um 25% erreichen.

Mit anderen Worten: Obwohl wir bisher nur eine vergleichsweise schwache Infektionswelle mit nachweislich fehlender Übersterblichkeit erlebt haben, mussten wir das volle Programm an Psychoterror, Notstandsmaßnahmen, Freiheitsbeschränkungen und geradezu sadistischen Gewerbebeschränkungen für den Mittelstand bereits seit 2020 über uns ergehen lassen. Die Schweizer kommen zu dem ernüchternden Ergebnis, dass diese schweren Eingriffe in das soziale Leben im Grunde wirkungslos geblieben sind; auch aufgrund der verfehlten Impfpolitik, die sich ausschließlich auf gentechnisch wirkende mRNA- Vakzine stützt. Sie machen den raschen Abbau der durch diese Impfungen erzeugten IgM-Antikörper dafür verantwortlich, dass seit dem Sommer in Ländern mit hoher bis sehr hoher Impfquote neue Rekordinzidenzen erreicht werden.

Jens Berger hatte in diesem Zusammenhang vor kurzem anhand aussagekräftiger britischer Statistiken aufgezeigt, dass dieser Tage von einer „Pandemie der Ungeimpften“ überhaupt nicht die Rede sein kann. Geimpfte und Ungeimpfte waren in Großbritannien, man mag es kaum glauben, fast gleichermaßen von Neuerkrankungen betroffen. Das deckt sich mit den Meldungen aus deutschen Krankenhäusern, aber vor allem mit den Berichten die uns schon seit dem Sommer aus Israel erreichen.

Dass auch doppelt geimpfte Menschen weiterhin Atemwegsinfektionen durch Coronaviren erleiden und diese weitergeben, liegt allerdings in der Natur der Sache; denn für die Abwehr von Infektionen der oberen Atemwege sind die mRNA-Impfstoffe nicht erfunden worden. Sie dienen vielmehr dem Zweck, ein völlig unvorbereitetes Immunsystem grundsätzlich zu schützen, und zwar nur für den Fall, dass die Erreger die Schleimhautbarriere überwinden und in die Blutbahn gelangen. Infektionen der Schleimhäute können durch diese Injektionen nicht verhindert werden, weil die von ihnen erzeugten, in der Blutbahn patrouillierenden Antikörper auf diesen Bereich keinen Zugriff haben. Antikörper sind nur eine nachgeordnete Komponente der Immunabwehr. Sie erkennen auch nicht diejenigen Erreger, die bereits in Körperzellen eingedrungen sind und sich hier vermehren.

Für dieses Problem hält unser Immunsystem sogenannte T-Zellen bereit. Trainierte T-Lymphozyten spüren infizierte Zellen auf, um sie mitsamt ihrer Virenlast zu eliminieren. Verfügt das Immunsystem über solche Spezialkräfte, nehmen nach Ansicht vieler Forscher die Infektionsverläufe durchaus den erwünschten milderen Verlauf. Sie schützen auch dann noch, wenn die Antikörper längst wieder abgebaut sind; denn sie sind fähig, den Antikörper-Schutzschirm selbst zu erzeugen.

Im oben genannten SWPS-Beitrag heißt es: „In Spanien hat das Oberste Gericht den “Coronapass” sowie die Lockdowns von 2020 inzwischen für verfassungswidrig erklärt und entsprechende Bußen annulliert. In den USA haben mehrere Bundesstaaten “Impfpässe” gesetzlich verboten. Auch Schulschließungen, Maskenpflichten und sogar FFP2-Pflichten erwiesen sich in Praxisstudien als wirkungslos. Tatsächlich sind es die Genesenen, nicht die Geimpften, die die Pandemie durch eine langfristige Immunität beenden werden.“ 

SARS-CoV2-reaktive T-Zellen entstehen nach überstandener Covid 19- Erkrankung oder nach einem früheren Kontakt mit verwandten Coronaviren. Sie stellen das vielgepriesene „Immungedächtnis“ dar, und sind immer besser und sicherer nachweisbar. Für Genesene mit nachgewiesener robuster T-Zellen-Immunität ist Covid19 auch in seiner Delta-Variante eine genauso beherrschbare Gefahr wie alle anderen, von RNS-Viren verursachten, saisonalen Erkältungskrankheiten. Herdenimmunität gibt es mithin auch gegen RNA-Viren, und zwar ohne Impfkarussell und ohne, dass das Virus komplett ausgemerzt werden muss!

Hierzu noch einmal SWPS: „Beendet wird die Pandemie letztlich nicht durch Impfungen – die keine langfristige Immunität bewirken und Infektionen nicht verhindern können – sondern durch breite und robuste natürliche Immunität. Im Idealfall können Impfungen die Erstinfektion mildern, ohne Schaden anzurichten. Innerhalb von etwa drei Jahren werden sich indes nahezu alle Bürger mit Corona infiziert haben.“

Doch solch fundamentalen Erkenntnisse finden bislang weder Eingang in behördliche Regelungen noch erfahren sie die erforderliche mediale Verbreitung. Wir leben weiterhin mit der paradoxen Situation, dass ein valider labortechnischer Nachweis der T-Zellen-Immunität offiziell nicht anerkannt wird, obwohl er im Gegensatz zur bloßen Infektionsvermutung nach einem positiven PCR-Test, den Direktnachweis dauerhafter Immunität darstellt. Jedenfalls in einer Weise wirksam und dauerhaft, wie es sich ein über die Gesundheit seiner Bürger wachender Staat im Optimalfall nur wünschen kann.

Holger Just

13. Leserbrief

Sehr geehrter Herr Berger,

Die Überschrift Ihres Artikels „Corona wird bleiben und wir müssen endlich die Hysterie überwinden“ ist völlig korrekt. Leider tappen Sie mit einigen Begriffen und Aussagen in die großflächig ausgelegten Sprachfallen der Hysteriker. Bereits im ersten Satz bedienen Sie das Narrativ, indem Sie schreiben „die Inzidenzen steigen“. Die Inzidenz der Krankheit Covid-19 war und ist in der Bundesrepublik Deutschland nicht bekannt.

Prof. Dr. Matthias Schrappe, langjähriger Vizechef im Sachverständigenrat des Bundesgesundheitsministeriums, formuliert dies im Thesenpapier 6 ndr.de/nachrichten/hamburg/thesenpapier104.pdf, das er zusammen mit Professorenkollegen verfasste, so:

„These3: Der Begriff der Inzidenz wird in der Berichterstattung falsch verwendet. Bei den Häufigkeitsangaben des RKI handelt es sich um unsystematisch gewonnene, anlassbezogene Prävalenzwerte, die über 7 Tage hinweg addiert werden (…). Der durch den Begriff ‘Inzidenz’ bzw. ‘7-Tages-Inzidenz’ geweckte Eindruck, man wisse über den Stand der Epidemie und die tatsächlich in einem Zeitraum auftretenden Neuerkrankungen Bescheid, täuscht und untergräbt die Glaubwürdigkeit des politischen Handelns.“

Was steigt, ist die Anzahl positiver PCR-Tests auf SARS-CoV-2. Wenn Sie die Diktion und die Frames der Hysteriker unkritisch übernehmen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn die Hysteriker die Deutungshoheit über das Geschehen behalten.

Noch ein Beispiel: Sie schreiben vom „Pandemiemanagement“. Ein normaler Mitteleuropäer denkt bei einer „Pandemie“ an eine weltweit sich verbreitende, sehr gefährliche Krankheit mit außergewöhnlich vielen Toten. Ob das auch mal so in WHO-Richtlinien stand und dann geändert wurde, ist unerheblich. Entscheidend ist: Die Menschen assoziieren mit „Pandemie“ eine große, schreckliche Gefahr. Benutzen Sie das Wort, schüren Sie die Angst vor der Gefahr. Ob sie das wollen oder nicht. Warum schreiben Sie nicht „Management der Causa-Corona“? Trifft die Sache genauso.

Auf zwei inhaltliche Punkte, die Sie viel zu wenig herausstellen, möchte ich Sie ebenfalls hinweisen. Der eine Punkt ist die Frage, wie gefährlich ist Covid-19 tatsächlich? Und der zweite Punkt ist die Frage, warum als Ausweg aus der Misere für die Verantwortlichen immer nur ein weltweit flächendeckendes Impfprogramm in Frage kam.

Im März 2020 war noch nicht abzusehen, wie tödlich Covid-19 im Vergleich zu schweren Grippewellen ist. Wer damals die Begriffe Influenza und Covid-19 in einem Gedankengang auch nur zusammen dachte, war ein schlimmer Finger, ein antisemtisch konnotierter Verschwörungserzähler und weiß der Geier sonst noch was. Heute nennt Lothar Wieler himself Influenza und Covid-19 in einem Atemzug youtube.com/watch?v=bIK0VDzYXlg.

Zahlreiche Studien belegen, dass Covid-19 nicht tödlicher als eine starke Grippe ist, zum Beispiel diese von Cathrine Axfors und John P.A. Ioannidis medrxiv.org/content/10.1101/2021.07.08.21260210v1.full. Autoren des RKI und des Umweltbundesamtes schreiben in dieser Studie aerzteblatt.de/medizin/originalarbeiten?aid=217880%20w%C3%B6rtlich: “Verglichen mit den Vorjahren verlief die Übersterblichkeit im Frühjahr (2020) etwa auf dem Niveau der Influenzawelle 2019 und war im Herbst (2020) ähnlich wie in den Influenzawellen 2017/18” und: “Die Analyse der Übersterblichkeit legt aber nahe, dass die COVID-19-Pandemie am Ende des Jahres 2020 etwa das Niveau schwerer Influenzawellen erreicht hat.”

Wurde bei schweren und schwersten Influenzawellen jemals das Wort “Pandemie” in den Mund genommen, oder vergleichbare Maßnahmen wie in der Causa Corona auch nur angedacht?

Frau Merkel und Herr Gates sagten bereits sehr früh in der Causa Corona – zum Teil zu einer Zeit, als für die Öffentlichkeit noch gar nicht abzusehen war ob und wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen würde: „Die Pandemie ist erst besiegt, wenn alle Menschen auf der Welt geimpft sind.” youtube.com/watch?v=lus9IVSa9y8

Nur nebenbei: Eine Pandemie kann nicht besiegt werden. Sie beginnt mit einer Erklärung der WHO und endet – oder auch nicht – mit einer Erklärung der  WHO.

Frau Merkel und Herr Gates haben einiges dafür getan, dass andere Ansätze zur Behandlung von Covid-19 nicht kommuniziert wurden. Zum Teil werden diese Behandlungsansätze von offiziellen Stellen nach wie vor behindert und aktiv unterdrückt. Es gibt zahlreiche Behandlungsprotokolle gegen Covid-19 für Prophylaxe und Frühbehandlung (hier nachlesen).

Vielleicht erinnert sich der eine oder die andere noch an das Wunder von Elgg? Im August und September 2020 kam es in einem Pflegeheim in der Schweizer Ortschaft Elgg zu einer doppelten Corona-Welle mit 56 Infektionen, darunter 25 hochbetagte Bewohner. Doch es kam zu keinen Todesfällen und zu keinen Hospitalisierungen. Medien und Ärzte sprachen von einem “Wunder” und einem “Rätsel” – und untersuchten den Vorfall seither dennoch nicht mehr. Hier des Rätsels Lösung.

Dass mit den Medikamenten und Heilmitteln der alternativen Behandlungsprotokolle bei weitem nicht die Profite erzielt werden können, wie mit den Nukleotidencocktails von biontech & Co, spielt beim Totschweigen und Verhindern dieser Behandlungsmethoden sicherlich keine Rolle.

Was grundsätzlich von den bedingt zugelassenen mRNA- und DNA-basierten Immuntherapien zu halten ist,  muss gesondert erörtert werden. Hier ein Auszug aus dem 411-seitigen Biontech-Geschäftsbericht von 2019, der seinerzeit der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC vorgelegt wurde, hier den gesamten Geschäftsbericht anschauen.

Als die Präparate der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, verkündeten die Hersteller, aber auch einige Wissenschaftler, wie der amerikanische Corona-Papst Fauci, bombastische Zahlen zur Wirksamkeit. Bei Pfizer/Biontech nehmen an der Wirksamkeitsstudie etwa 43.000 Probanden teil. Die Studie wird übrigens erst gegen Ende 2023 abgeschlossen, nur so nebenbei.

Die eine Hälfte der Probanden bekam den Nukleotidencocktail mit Nanopartikel, die andere Hälfte ein Placebo. In der Gruppe mit dem Placebo wurden im Laufe der Zeit 162 positive PCR-Tests auf SARS-CoV-2 gezählt, in der Gruppe mit dem Wirkstoff 8 positive Tests. In beiden Gruppen kein einziger schwerer Krankheitsfall. Die nackten Zahlen klingen erst mal nicht so großartig. Daraus errechnet sich jedoch eine relative Risikoreduktion (RRR) von 95 Prozent und eine absolute Risikoreduktion (ARR) von 0,8 Prozent. Dreimal dürfen Sie raten, welche Risikoreduktion kommuniziert wird.

In Ländern mit einer hohen Impfquote wie Israel zeigte sich sehr rasch, dass die tatsächliche Wirksamkeit den hohen Erwartungen nicht gerecht wurde. Hübsch illustriert in diesem Video. Die Folge: Auffrischungsimpfungen. Jedes halbe Jahr die gesamte Menschheit zu impfen ist sicherlich ein tolles Geschäft für die Pharmaindustrie, aber ist dies auch sinnvoll und vernünftig?

Die nachstehende Tabelle wurde aus den Zahlen des “COVID-19 vaccine surveillance report Week 45” der “UK Health Security Agency erstellt.” (Details hier)

Die Tabelle zeigt, dass in allen Altersgruppen ab 30 Jahren pro 100.000 mehr Geimpfte als Ungeimpfte in der Zeit von KW 41-45 eine Infektion hatten (RRR heißt: Relative Risiko Reduktion, das ist der Wert, mit dem die Wirksamkeit der Spritzen untermauert wurde, als Werte um die 95% verkündet wurden).

Mein Fazit:

In der Diskussion über die Notwendigkeit und den Sinn von Maßnahmen in der Causa Corona müssen auch die Stimmen gehört werden, die den Regierenden und der Pharmaindustrie nicht nach dem Munde reden. Und die Interpretation von Daten und Fakten, auf welche sich diese Stimmen berufen, sollten der Bevölkerung nicht verheimlicht werden. Denn nur dann kann sich jeder eine eigene fundierte Meinung bilden.

Wenn der Fragesteller nachstehender Fragen zur Bewertung der aktuellen Befunde und Sachverhalte im März 2020 nicht mit Acht und Bann belegt, sondern die Fragen sauber und präzise abgearbeitet worden wären, sähe es in Deutschland und der Welt heute vermutlich ein bisschen weniger trostlos aus:

Welches prospektive, standardisierte Monitoring von akuten Atemwegserkrankungen mit oder ohne Fieber (ILI, ARI) wird für die epidemiologische Risikoabschätzung der in Wuhan und anderswo beobachteten Coronavirus Infektionen herangezogen?.
Wie unterscheiden sich die vergleichbaren Ergebnisse früherer Beobachtungen von den jetzt von der WHO berichteten.
In China
In Europa
In Deutschland

Wie valide und wie vergleichbar sind die dabei verwendeten Nachweismethoden in Bezug auf Sensitivität, Spezifität und pathogenetische bzw. prognostische Relevanz?
Was würden wir in dieser ARE-Saison beobachten, wenn wir die neuen PCR-Tests ignorieren?
Wodurch wird nachgewiesen oder wahrscheinlich gemacht, dass die beobachteten Coronaviren 2019/2020 für die öffentliche Gesundheit gefährlicher sind als frühere Varianten?
Welche Erwägungen wurden angestellt bzw. berücksichtigt, um Bias-Quellen (Fehlerquellen) auszuschließen bzw. zu minimieren?

Der Fragesteller hieß Wolfgang Wodarg.

Herzlichst
Hajo Zeller

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