Israel-Effekt jetzt auch bei uns: Warum immer mehr Geimpfte auf Intensiv liegen

Das erklärt unter diesem Titel am 13.10. focus.de. Wer die Antwort ahnt, wird bestätigt. Weil die “Impfstoffe” so gut sind. “Fakt ist, dass Impfungen schützen“, wird das Gesundheitsministerium zitiert. Das bestätigt auch Dr. Spinner: Impfungen bieten “einen statistisch signifikanten oder klinisch ganz relevanten Schutz“. Spinner ist Chief Medical Information Officer (CMIO) und hat sich schon im Mai für Kinder-“Impfungen” ausgesprochen (s. Spinner an Herde: Kinder durchimpfen). Doch zurück zum aktuellen “Focus”:

»Unter den Intensivpatienten in Deutschland sind immer mehr Geimpfte. FOCUS Online erklärt, warum auch sie schwere Verläufe erleiden können und wieso die Meldungen die Sinnhaftigkeit der Impfung dennoch nicht in Frage stellen.

Der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf den deutschen Intensivstationen ist nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) in den vergangenen Wochen deutlich angestiegen. Rund zehn Prozent der Intensivpatienten waren demnach zuletzt geimpft.«

Für nicht berichtenswert hält der “Focus” die Details, die beim RKI nachzulesen sind. Dort wird für die letzten drei Wochen und die Altersgruppe Ü60 der “Anteil wahrscheinlicher Impfdurchbrüche an COVID-19-Fällen auf Intensivstationen” mit 24,1 Prozent angegeben, der “Anteil wahrscheinlicher Impfdurchbrüche an verstorbenen COVID-19-Fällen” sogar mit 33,0 Prozent. Das waren immerhin 144 Menschen in drei Wochen.

Dabei werden “Impfdurchbrüche” rigide definiert, wie im “Focus” zu lesen ist:

»Das RKI definiert einen „wahrscheinlichen Impfdurchbruch“ als Sars-CoV-2-Infektion mit klinischer Symptomatik, die bei einer vollständig geimpften Person mittels PCR-Test oder Erregerisolierung diagnostiziert wurde.«

Denn als “vollständig geimpft” gelten Menschen bekanntlich erst nach dem 14. Tag der letzten “Impfung”. Zu den insgesamt 67.661 Impfdurchbrüche wird diese merkwürdige Erklärung des RKI zitiert:

»„Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich Sars-CoV‑2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet“, erklärt es in seinem Wochenbericht. „Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen.“«

Nach Angaben des RKI geht nicht nur die Inzidenz zurück, sondern auch die Hospitalisierungsrate und die Zahl der PatientInnen auf Intensivstationen:

rki.de (13.10.)rki.de (13.10.)rki.de (13.10.)

Der “Trend” der orangenen Zahl wird so erklärt: “Trend:
Aktuelle Differenz zur Vorwoche im Vergleich zu allen bisherigen Vorwochendifferenzen im gesamten erfassten Zeitraum.” Irgendetwas muß ja nach oben zeigen.

Wenn man beim “Focus” einmal akzeptiert hat, daß die “Impfung” weder schwere Verläufe noch Todesfälle verhindert, dann helfen nur noch statistische Tricks. So wird aus Israel, wo “zeitweise 60 Prozent der Intensivpatienten Geimpfte” waren, diese Erklärung benannt:

»1. Je höher die Impfquote in einem Land ist, desto höher ist der Anteil von Geimpften unter den Krankenhauspatienten.

2. Es gibt mehrere Faktoren, welche sich auf den Impfschutz und dessen Dauer auswirken, etwa das Alter und bestimmte Vorerkrankungen. Bei Älteren oder Menschen mit bestimmten Immunerkrankungen oder Krebspatienten, könnte der Schutz dann weniger gut sein als bei Jüngeren oder Gesunden.«

Punkt 1 besagt: Auch wenn es Millionen “Impfdurchbrüche” gäbe, wäre das ganz normal bei hoher “Impfquote”. Für Punkt 2 ist es inzwischen langweilig zu erklären, das die genannte Einschränkung für nicht “geimpfte” Corona-Fälle nicht gilt. DIVI-Präsident Marx:

»[Es gebe] fast keine gegen Covid geimpfte Patienten ohne Vorerkrankungen auf den Intensivstationen.

Davon abgesehen seien die Patienten mit schweren und tödlichen Verläufen “in fast allen Fällen ungeimpft”. “Leider sehen wir auch immer mehr Menschen unter 60 mit schweren oder tödlichen Verläufen, die nicht geimpft sind”, sagte er. Es gelte: “Die Corona-Impfung ist ein wirksamer Schutz vor schweren Erkrankungen.”«

Die Floskel “Wir sehen immer mehr…” ist überaus beliebt, wird aber mit keiner einzigen Statistik belegt. Statt dessen wird behauptet, was das Zeug hält:

»Auch das Gesundheitsministerium hob laut Funke-Zeitungen die Schutzwirkung der Impfung vor einer schweren Erkrankung an Corona hervor. “Fakt ist, dass Impfungen schützen und ein fehlender Impfschutz der Hauptgrund ist, warum Personen mit einer Covid-19-Infektion intensivmedizinisch behandelt werden müssen”, teilte das Ministerium demnach mit…

Die Durchbruchsinfektionen stellen also keineswegs die Wirksamkeit oder Sinnhaftigkeit der Impfstoffe in Frage. Impfungen bieten „einen statistisch signifikanten oder klinisch ganz relevanten Schutz“, wie Infektiologe Christoph Spinner FOCUS Online sagte. „Die Wahrscheinlichkeit schwerer Verläufe und Infektionen wird relevant reduziert.“

Dass es unter den Geimpften zu Durchbrüchen komme, sei aus seiner Sicht zudem per se „keine schlechte Nachricht“. Es bedeute nicht, dass Betroffene überhaupt keinen Schutz hätten. Vielmehr zeige es, dass der Großteil der Menschen zumindest teilweise geschützt sei. Denn die meisten Durchbruchsinfektionen seien von deutlich milderem Verlauf.«

Was zwar für fast alle “Infektionen” auch ohne “Impfung” zutrifft, aber was will man bei Gläubigen argumentieren?

– Stichworte: Allgemein, Impfung, RKI
Dieser Beitrag erschien zu erst auf: Corona Doks

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