Menschen die sich auf Festplatz in Burg Spreewald versammeln

Gemeindevertretern und Bürgern aus dem Spreewald reicht es!

Am Sonntag, den 25. April 2021 versammelten sich viele Bewohner des Spreewaldes auf dem Festplatz der Gemeinde Burg. Für viele steht fest: so kann es nicht weitergehen. Der gesamte Spreewald, der vorwiegend vom Tourismus lebt, hat durch die Regierungsmaßnahmen mit enormen Problemen zu kämpfen. 6 Monate des Berufsverbots, so einige Teilnehmer, sind weder wirtschaftlich noch emotional länger tragbar.

Zu der Veranstaltung wurde per Handzettel und in sozialen Netzwerken aufgerufen. Dass das Thema der Regierungsmaßnahmen ein wichtiges und die Menschen bewegendes ist, zeigte die Teilnehmerzahl: der Festplatz in Burg hat sich trotz des widrigen Wetters gut gefüllt. Gekommen sind Anwohner, Familien, Senioren sowie junge Menschen und Unternehmer wie Handwerker und Gastronomen.

Ein Arzt spricht

Organisiert wurde die Veranstaltung durch Gemeindevertreter. Die Redebeiträge handelten unter anderem von der lokalen Wirtschaft, den Kinder die unter den Maßnahmen leiden und auch ein einheimischer Arzt äußerte sich zur medizinischen Lage. Er berichtet, dass anders als in sonstigen Grippewellen der letzten Jahre, er kaum Kranke Menschen mit Corona-Spezifischen Symptomen zu behandeln hat. Er sprach auch über die Auslastung des Gesundheitssystems: die belegten Intensivbetten seien nach Angaben des DIVI-Intensivbettenregisters seit einem Jahr – trotz zurückliegendem Winter mit üblicherweise hohen Erkrankungsfällen – nahezu stabil geblieben. Hingegen habe sich die Anzahl der gesamt zur Verfügung stehenden Intensivbetten verringert.

CF ist der Sache nachgegangen und kam zu dem selben Ergebnis: Auch wenn die Betten nicht gänzlich verschwinden, muss für jedes Bett Personal bereit gehalten werden. Durch häufige Änderungen in den Personalanforderungen sank so die Anzahl der sofort nutzbaren Intensivbetten innerhalb weniger Monate um einige Tausend. Sehen Sie hierzu das Bild im Anhang. Der Arzt sprach auch davon, dass im freien das Ansteckungsrisiko äußerst gering sei und er so nicht verstehen könne, wie man wider diesen Wissens, den Spreewald und seine Bewohner so drangsaliere.

Unternehmer aus dem Spreewald

Aus dem lokalen Unternehmertum sprach Bernd Ragotzky über die Schwierigkeiten von sich verstärkenden Lieferengpässen die er als Handwerker erlebt, ebenso von unkalkulierbaren Preisschwankungen seitens seiner Zulieferer. Den Grund sieht er unter anderem in den Eingriffen durch die Regierungen in die Wirtschaft.
Keiner der lokalen Gastronomen oder Hoteliers äußerte sich öffentlich, was schade ist: immerhin ist zu vermuten, dass diese gerade die größten Probleme haben. Nur im persönlichen Gespräch wurde die Frage, was aktuell in der Branche funktioniere von einem Touristiker knapp und verständlich bitter mit “Garnichts” beantwortet.

Über die Kinder

Auch die ehemalige Bürgermeisterin von Burg, Ira Frackmann kam zu Wort und beklagte das Leid, welches den Kindern durch die Maßnahmen zugefügt werde. Für Sie gehört das gemeinsame Spielen zur natürlichen Entwicklung von Kindern dazu. So hofft Sie, dass diese beschränkenden Maßnahmen alsbald ein Ende haben.

Auch wenn es während der Veranstaltung zeitweise Probleme mit der Tontechnik, fanden die Redebeiträge große Zustimmung beim Publikum. Abschließend bedankten sich die Veranstalter für die rege Teilnahme und kündigten weitere Veranstaltungen an. Wer mehr über die Initiatoren erfahren will, findet sie unter www.gemeinsam-fuer-burg.de
Über die weiteren Entwicklungen halte ich Sie auf dem Laufenden!

Hauptbild:CC-BY Andy Fichte
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