Der Überdruss

Überdruss ist nicht ausschließlich etwas Schlechtes. Er kann auch eine starke Quelle der Fantasie sein, die sich unter seinem Druck vom Gewohnten ab- und völlig anderen Bereichen zuwendet. Die nicht mehr zu ertragende Müdigkeit angesichts der ranzigen Parteienherrschaft, deren Rituale seit ungefähr 40 Jahren nur noch eine peinliche Farce sind, könnte sich also als segensreich erweisen. Auch wenn Spätgeborene die Vergeblichkeit politischer Hoffnungen innerhalb des alten Systems vielleicht noch nicht so gut einschätzen können. Nachdem „der Wähler gesprochen hat“, ist er jetzt wieder vier Jahre lang auf die Zuschauerbank verbannt und muss das Bombardement mit linientreuen „Meldungen“ und „Einschätzungen“ ertragen. Dieser Gedanke kann frustrieren. Wer weiß aber, ob in der jetzt vorhersehbaren bleiernen Zeit nicht auch eine Chance auf einen tiefer gehenden Bewusstseinswandel und auf einen echten Aufbruch liegt.

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