Das zweite Mal

Mit dem Körper eines anderen Menschen etwas anstellen, was dieser ausdrücklich nicht wünscht, was ihm unangenehm ist und ihn ängstigt, was seinem Körper sogar Schaden zufügen könnte — unter normalen Umständen nennt man so einen Vorgang „Verbrechen“. Außer wenn hochrangige Politiker die Ausführenden sind — dann nennt man es „Gesetz“ oder „Pflicht“. Eine solche Bestimmung könnte uns allen schon sehr bald ins Haus stehen: die „Impfpflicht“. Die meisten gehen, wenn sie die Folgen einer solchen Politik abwägen, vom Normalfall aus: Körperlich und psychisch relativ gesunde Menschen gehen mit einem resignierten „Na gut!“ zur Impfung und vertragen diese im Allgemeinen auch recht gut. Was ist aber mit jenen Menschen, die schon zuvor Gewalt erlebt haben und sich durch den Impfzwang an erlebte Traumata erinnert fühlen? Menschen, die einfach nicht noch einmal dulden möchten, dass jemand anderes gegen ihren Willen über ihren Körper verfügt, die über Jahre unter Mühen gelernt haben, Nein zu sagen, und die nun angesichts neuerlich drohender Staatsgewalt schlicht Angst haben? Wir dürfen uns nichts vormachen: Es sind Tausende im Land, die auf die eine oder andere Weise seelisch besonders vulnerabel sind und verzweifelt, wenn sie daran denken, dass sehr bald fremde Männer und Frauen darüber abstimmen werden, was mit ihrem Körper geschehen soll. Ist es allein ihre Sache, wie sie mit einer möglichen Retraumatisierung fertig werden? Oder ist es nicht an der Zeit, dass wir alle — egal, was wir sonst von der Coronapolitik halten — aufstehen und diese Menschen schützen, indem wir den Verantwortlichen eine klare Grenze aufzeigen: Nein heißt Nein! Die Autorin, eine Betroffene, hat einen Brief an die Abgeordneten des Bundestags verfasst.

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