China lacht sich kaputt über die Selbst-Implosion des „aufgeweckten“ Westens

Duggan Flanakin

Während China immer mehr Kohlekraftwerke baut, seinen Würgegriff auf die für die Wirtschaft des 21. Jahrhunderts wichtigen Seltenen Erden festigt und seinen Einfluss auf Amerikas Hinterhof ausdehnt, marschieren „aufgeweckte“ Westler wie Lemminge auf die Klippe der Energiearmut zu.

CNBC berichtet, dass Klimaaktivisten und Kampagnengruppen ein sofortiges Ende der Verbrennung fossiler Brennstoffe fordern. Sie haben erkannt, dass sie auf der COP26-Konferenz in Glasgow von Indien (aber natürlich nicht von China) und von afrikanischen Nationen, die nicht bereit sind, ewige Energiearmut zu akzeptieren, um „den Planeten zu retten“, „verraten“ worden waren.

Paul deLespinasse, emeritierter Professor für Politikwissenschaft am Adrian College, hat die geniale Idee, die Abschaffung aller Flugreisen zu fordern, einfach weil es etwas schwierig ist, ein Flugzeug an das Stromnetz anzuschließen. Und weil Flugzeuge nicht die schweren Batterien (oder den Strahlenschutz) tragen können, die nötig sind, um eine große Anzahl von Passagieren oder Fracht über lange Strecken zu transportieren.

„Häuser“, schmunzelt er, „können mit Wärmepumpen geheizt und gekühlt werden. Viele Eisenbahnstrecken sind bereits elektrifiziert. Autos werden allmählich auf Elektroantrieb umgestellt. Schiffe können mit kleinen Atomreaktoren betrieben werden, die seit zwei Dritteln eines Jahrhunderts von U-Booten der Marine genutzt werden. Aber Flugzeuge werden ein Problem sein“, warnt der weise Mann.

Zwar räumt deLespinasse ein, dass ein abruptes Ende des Flugverkehrs dem Handel und damit der Weltwirtschaft schaden würde, doch will er die Entwicklung von „treibstoffintensiven Überschallflugzeugen“ unbedingt verbieten. Besser wäre es, eine hohe Kohlenstoffsteuer zu erheben, die den Flugverkehr letztendlich zu teuer macht.

Die Abschaffung der Langstreckenflüge, so rühmt er, „hätte große Vorteile. Sie würde die Ausbreitung von Infektionskrankheiten von einem Land zum anderen erheblich verlangsamen. Und es würde die Abschaffung von Militärflugzeugen und Raketen erfordern, was alle Länder sicherer vor Überraschungsangriffen machen und immense Summen an Steuergeldern sparen würde.“ [Lachspur hinzugefügt.]

Ein Vorteil, der nicht erwähnt wird, ist, dass Milliardäre und Politiker nicht mehr in Privatjets zu Klimakonferenzen fliegen könnten. Stattdessen wären sie auf Ozeandampfer und Hochgeschwindigkeitszüge angewiesen (einschließlich einer neuen Strecke, die über das Beringmeer führt). Die Zeit könnte genauso gut stillstehen.

Wer glaubt, dass der gute Professor ein wenig daneben liegt, muss den „Green New Deal“ vergessen haben, den Squad Commander Alexandria Ocasio-Cortez vor fast drei Jahren vorgeschlagen hat. Die an der Boston University ausgebildete „Wirtschaftswissenschaftlerin“ schloss die Abschaffung des Flugverkehrs in diesen historischen Vorschlag ein, der auch ein sofortiges Ende der fossilen Brennstoffe forderte. [Man fragt sich: Sind AOC und ihr Freund tatsächlich nach Miami geflogen, um ihren Urlaub in Florida zu verbringen, oder sind sie mit einem Tesla gefahren?]

Für einige westliche Aktivisten ist deLespinasse jedoch eindeutig nicht „wach“ genug. Er besaß die Unverfrorenheit zu behaupten, dass Atomkraft ein „grüner“ Brennstoff sei! Wie The Hill berichtet, wissen es klügere Köpfe, wie Tim Judson und Linda Pentz-Gunter, besser.

Judson, geschäftsführender Direktor des Nuclear [dis]Information and Resource Service, und Pentz-Gunter, internationale Expertin bei Beyond Nuclear, behaupten, dass die USA „in ihrem Streben nach Kohlenstoffreduzierung nicht zulassen dürfen [Hervorhebung {im Original} hinzugefügt], dass sie von den falschen Versprechungen der Kernenergie in die Irre geführt werden, weder von ihrer weiteren Nutzung noch von illusorischen neuen Programmen. Beides wäre ein Fehler“.

Sie argumentieren, dass die Kernenergie, die keine Kohlenstoffemissionen erzeugt, „den Klimawandel verschlimmern könnte“, so die Schlagzeile. In ihrer Hetzrede gegen die Kernenergie ist von exorbitanten Subventionen, Kostenüberschreitungen und Konstruktionsfehlern die Rede [von denen Wind- und Solarkraftwerke natürlich nie betroffen waren].

Aber – Moment – sie greifen auch die Behauptung an, dass die Kernkraft kohlenstofffrei ist. Und hier ist das große Eingeständnis, das auch ihr eigenes Argument für erneuerbare Energien zunichte macht. Die Behauptung, dass die Kernenergie kohlenstofffrei sei, „ist offenkundig falsch – und trifft auf keine vom Menschen geschaffene Energiequelle zu, auch nicht auf die erneuerbaren Energien, solange Bergbau, Transport und Herstellung dieser Technologien so sehr von fossilen Brennstoffen abhängig sind.“

Bergbau? Das heißt, Kinder und Sklaven werden eingesetzt, um Lithium, Kobalt, Nickel und andere wichtige Metalle für „erneuerbare“ Wind- und Sonnenenergie abzubauen? Alles, was zählt, ist, dass kein Öl und Gas für die Förderung, den Transport, die Verarbeitung und die Herstellung von Komponenten für Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen und Solarzellen verwendet wird.

Die Afrikaner sehen das sicher anders. Bereits 2014 berichtete Scientific American, dass „Afrika fossile Brennstoffe braucht, um die Energie-Apartheid zu beenden“.

Erst vor wenigen Wochen bekräftigte NJ Ayuk, Vorsitzender der Afrikanischen Energiekammer, den Bedarf seines Kontinents an fossilen Brennstoffen (da große Teile Afrikas keinen Zugang zu einem Stromnetz haben). Ayuk behauptete: „Wir leben in der Realität. Und heute, in der realen Welt Afrikas, ist dieses Ziel nicht realisierbar. Und es ist auch nicht ratsam.“

Aber die Europäische Kommission behauptet, sie wisse es besser. In der Silvesternacht verkündete die EU-Energiebürokratin Adela Tesarova, dass Energieeffizienz und erneuerbare Energien das Potenzial haben, die Energiearmut“ ein für alle Mal auszurotten. „Denn wenn die Menschen nicht von fossilen Brennstoffen abhängig sind, gibt es auch keine Energiearmut“, behauptete Frau Tesarova.

Es gibt nur eine Sorge, die diese Weisen zu ignorieren scheinen. Ein Problem, das an jenem Silvesterabend 2021 in der kanadischen Provinz Alberta deutlich wurde. Wind- und Solarenergie sind unzuverlässig, insbesondere bei extremen Wetterbedingungen. Das bedeutet, dass Menschen sterben könnten.

Am 31. Dezember 2021 fielen die Temperaturen in weiten Teilen von Alberta und Saskatchewan unter minus 30 Grad Celsius (das kommt „im Norden“ häufig vor). An diesem Tag lieferte die gesamte Flotte von 13 netzgekoppelten Solaranlagen in Alberta mit einer Nennleistung von 736 Megawatt 58 Megawatt (MW) ins Netz.

Die 26 Windparks der Provinz mit einer Gesamtnennleistung von 2.269 MW erzeugten nur 18 MW. Es scheint, dass die Windturbinen bei diesen Temperaturen abgeschaltet werden, damit sie nicht vor Kälte zerbrechen. Glücklicherweise hielt das kohlebefeuerte Kraftwerk TransAlta Keephills Unit I in Alberta, das an diesem Tag stillgelegt werden sollte, die Menschen mit einer Leistung von 302 MW warm.

Aber hey, die Zukunft des Planeten steht auf dem Spiel! Die Afrikaner haben jahrhundertelang ohne Strom gelebt; sie können noch ein paar Jahre in der Dunkelheit leben. In der Zwischenzeit hält China seine Bevölkerung mit fossilen Brennstoffen und Kernkraftwerken warm. Außerdem dehnt China sein Imperium auf alle Kontinente aus.

Wie wir aus der Covid-Pandemie gelernt haben, erfordern Katastrophen drastische Maßnahmen. Diejenigen, die gegen Kinder- und Sklavenarbeit nichts einzuwenden haben, hätten wahrscheinlich auch nichts gegen ein paar hunderttausend tote, gefrorene Kanadier. Oder?

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2022/01/06/china-laughs-as-the-woke-west-self-implodes/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 

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Energie, China und der Westen

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